Tag36: Montag 03.10.05

Liebes Tagebuch! Alle sind gegen mich! Ich bin zu laut, dick, doof und hässlich. Besonders laut. Aber nicht so laut wie hässlich. Weitere Beleidigungen zu meiner Person auf www.arschgesicht.de.

Haja, das war mal ein langweiliger Tag. Eben ist Franzi in ein Zweierzimmer hier in die Herberge gezogen, da es keine 6-er Zimmer gibt und Nina heute nun endlich wieder nach Dänemark findet. Ich [Sven] bin schon gestern gekommen. Da wir nun in dem 5-Bett-Zimmer mit vier Jungs sind, haben wir Basti als neue Frau ausgewählt. Glückwunsch.

Franzi kommt hier dauernd an und nervt. Sie frisst all unsere Sachen auf, trinkt alles leer und blockiert die Sitze. Wir schicken sie gleich wieder in ihr Zimmer.

Manchmal habe ich das Gefühl auf einer einsamen Insel zu sein. Ohne die Amazonen jedoch. Ist ja auch ne einsame Insel. Mitten in der Ostsee. Nichts, das dieser Tatbestand schon schlimm genug wär, es gibt hier kein Bier. Aber Korn. Und Sprite. Aber keine sauberen Behältnisse. Und kein Bier. Also alles fast wie auf ner Insel. Die einsam ist.

Basti ist auch traurig. Keine Frau mehr da. Nun ***** ihm keiner mehr einen. Er will vorne Fragen gehen oder nach ner Blow-Box ausschau halten.

Franzi macht unsere Mülleimer voll. Iiiiiiigit. Aber gut, dass sie nun endlich weg ist. Denn Kranke wollen wir hier nun mal echt nicht haben. *Mecker mecker* "Der Zucker ist bestimmt wieder ganz unten", nörgelt Franzi - da "lebt" die schon bei uns und dann das. Frauen.

Zurück zum Tagesgeschehen. NICHTS ist passiert. Basti und ich waren irgendwo und haben den Neger besucht. Damit ist keine rassistische Beleidigung gemeint, sondern ein offener W-LAN-Spott der wirklich so heißt. Gestern Nacht kam übrigens die Herbergsmutter und hat sich beschwert, dass ich zu laut bin. Siehe oben. Sie war übrigens auch hässlich.

Unser Essen war wirklich delikat. Basti und ich haben uns lecker Bratkartoffeln gemacht, aber nun zu was anderem. Hier in der Herberge sind immer komische Leute. Die sind eine Mischung aus Joseph Ratzinger und Mario Basler. Stellt euch einfach Gerhard Schröder vor, der vorzeitig den Gewinn der Bundestagswahl feiert und dann besoffen in der Berliner Runde sitzt. So in der Art. Nur irgendwie anders. Also nahezu Biblische Ausma├če haben die Gespräche. Und es geht um TEUFELSZEUG wie "Handy". Aber so ein wenig anders ist ja schon okay. SOZIAL-KOLLEKTIVE GEDAnKEN! In diesem Sinne, bis morgen. Wir stehen früh auf. Und werden zu spät kommen. Klar.

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